Volker Kollosche
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Volker Kollosche


 




Durch meine Ausbildung als Pferde-Ergonom und durch vielfältige Weiterbildungen bei ausgebildeteten Meistern des Sattlerhandwerks habe ich nach einer aktiven Laufbahn als Reiter und Ausbilder fundierte Fachkenntnisse im Sattlerhandwerk erworben. Ich bilde mich stets weiter fort und habe durch meine bisherige Tätigkeit als Saddlefitter in den vergangen Jahren viele praktische Erfahrungen bei verschiedensten Pferden gesammelt. 

Ich bin Reiter, Ausbilder und Sattelanpasser. 
Das macht den Unterschied!

Der Virus Pferd hat mich schon früh erwischt. Schon als Jugendlicher habe ich beim benachbarten Bauern die Pferde geritten, aber mehr aus Spaß, als aus echten sportlichen Gründen. Schon er brachte mir bei: Pferdeausbildung geht nicht schnell, sondern schön!

Dann war ich beschäftigt mit meiner Ausbildung, der anschließenden Meisterprüfung und dem Aufbau unseres Familienbetriebes. Zudem war der Fußball meine zweite große Leidenschaft, sodass das Thema Pferd zunächst hintenanstehen musste. Fest verankert war es aber immer. Mit 25 Jahren hatte mir der Fußball ein kaputtes Knie beschert und ich brauchte eine neue Aufgabe! So kam ich zurück zum Reiten. 


Ich nahm intensiven Dressurunterricht bei sehr guten Ausbildern und gut drei Jahre später holte ich mir mein erstes eigenes Pferd. Nurejew, genannt Nuri, ein vierjähriger Russe mit gewaltigem Stockmaß und ebensolchem gewaltigen Sprungvermögen. Er testete meine Pferdeliebe ziemlich arg, als er gleich zu Anfang in den Hallenspiegel sprang und er an allen möglichen Stellen geflickt werden musste. Danach wurden wir allerdings ein gutes Team für viele Jahre. Er trug mich durch Dressur- und Springprüfungen und gemeinsam lernten wir alles, was diesen Sport so wunderschön macht. Er hat ein wunderbares Gemüt und einen einzigartigen Charakter. Zur Krönung unserer sportlichen Laufbahn bescherte er mir Platzierungen in Springprüfungen der Klasse M. Einmal hatte ich ihn danach auch noch über S sehen wollen. Dies vertraute ich allerdings einem kompetenten Bereiter an. :-). Nuri blieb bis zu seinem 19. Lebensjahr bei mir. Dann übernahm ihn seine langjährige Reitbeteiligung Rebecca. Er starb 2019 mit über 30 Jahren nach einem einem erfüllten Pferdeleben. Ich habe diesem wunderbaren Pferd viel zu verdanken! Zum Beispiel mein Silbernes Reitabzeichen aber auch viele persönliche Momente, die kein Metall der Welt aufwiegen können. 

Zwischendurch, etwa 2002, kaufte ich mir ein zweites Pferd. Watson, einen Weltmeyer-Sohn, damals 8jährig, zog bei mir ein. Mittlerweile hatte sich meine Reitphilosophie allerdings geändert. Der Drill mit den zugezogenen Reithalftern, die viel zu eng gerittenen Pferde und damals schon aufkommende Rollkur war mir von Anbeginn an ein Dorn im Auge.

So suchte ich nach alternativen Reitweisen und entdeckte Philippe Karl. Ein Reit- und Ausbildungsystem, das mich von Anfang an überzeugt hat. So kam es nicht mehr dazu, dass Watson eine Turnierkarriere einschlug, weil sich diese Reitweise nicht mit dem FN-Bewertungssystem vertrug. Ich folgte meiner Überzeugung und nicht den goldenen Schleifen. Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Watson ging zum Schluss seiner Ausbildung bei mir die kompletten Seitengänge in allen Gangarten und fliegende Wechsel am Fließband. Er verbringt heute seine Rente bei mir und wird von Gracia, Traute und Angelina liebevoll umsorgt. Er ist nach wie vor ein richtiger Clown und immer für eine Überraschung gut. Auch wenn ihn das eine oder andere Wehwehchen recht früh ereilt hat, kämpft er wie ein Löwe und hat immer noch sehr viel Lebensfreude. Er ist ein richtiger Weltmeyer, speziell halt....aber auch einfach nur toll! 

Ich ritt viele Jahre mit ihm direkt bei Philippe Karl. Zuerst in normalen Lehrgängen, später in den ersten Ausbilderlehrgängen, die er in Deutschland gab. Ich nahm daran anfangs eigentlich nur teil, weil es die einzige Möglichkeit war, weiter direkten Unterricht von Philippe Karl zu bekommen. Die Jahre in Fintel waren aber dann ein wichtiger Teil in meinem Reiterleben. Heute ist die Diskussion über die Rollkur voll im Gange. Dennoch wird es sicher noch eine gute Generation dauern, bis sich hier Entscheidendes ändert! Leider!

Zwischenzeitlich hatte sich auch die Möglichkeit erboten, dass ich als Reitlehrer tätig werden konnte. Daher habe ich nun auch viele Jahre Erfahrung im Vermitteln der Reitkunst und unterrichtete vielfältigste Reitschüler und Pferde. Wer mich kennt weiß: Ich gebe nie auf und suche immer das optimalste Ergebnis - ohne Zeitlimit! Nur weil die Stunde eigentlich fertig ist, hörte bei mir der Unterricht nicht auf, wenn das Pferd nicht lief. Den Unterricht habe ich aus zeitlichen Gründen derzeit aufgegeben. Ich gebe nur noch ab und an einen Lehrgang.

Warum erzähle ich das alles?
Damit Sie wissen, dass ich Reiter bin und verschiedene Entwicklungsphasen selbst als Reiter mitgemacht habe. Mit allem was dazugehört. Gute und schlechte Tierärzte, Hufschmiede, Osteopathen, Reitlehrer und und und..... Was fehlt in dieser Aufzählung? Na klar, SATTLER!  Mit Bedacht habe ich bereits in den 90er Jahren etwas Gutes tun wollen und habe meinen Pferden Maßsättel machen lassen. Mit dem Wissen von heute war der Wille zwar da, aber die Beratung teilweise - sagen wir vorsichtig - nicht ideal.

Zudem kamen Schwierigkeiten wie folgt hinzu: 

  • Mangelndes Terminmanagement 
  • Sattler, die keine Reiter sind 
  • Keine Nachkontrolle nach dem Polstern mit dem Sattel in Bewegung bzw. mit dem Reitergewicht. 
Das waren Punkte, die mich von jeher nicht glücklich machten. Zuletzt war es in unserer Gegend überhaupt schwierig, einen Sattler ins Haus zu bekommen. Auch viele meiner Reitschüler, deren Probleme beim Reiten offensichtlich vom Sattel kamen, klagten über das mangelnde Angebot.

So fing ich an mich damit zu befassen, ob man sich nicht irgendwo selbst vernünftige Fachkenntnis beschaffen könnte. Der Plan war dabei, meine eigenen Sättel selbst zu polstern und vielleicht dem ein oder anderen Bekannten zu helfen. Nach Messebesuchen und einigen Artikeln in der Presse wurde ich auf den Sattler und ehemaligen VS-Reiter Jochen Schleese aufmerksam, der freimütig bekannte wohl durch einen nicht passenden Sattel seinem Pferd gesundheitlichen Schaden zugefügt zu haben. Er wollte etwas ändern für die Reiterwelt und unsere Pferde. Mit Hintergrundwissen und Forschung die Welt etwas besser machen. Als er begann, die Saddle4Life Ausbildung zum Pferde-Ergonom anzubieten, nahm ich daran teil und habe die Prüfung mit Erfolg abgeschlossen.




Dort hatte ich einen wirklichen Aha-Effekt! Bei der Vorführung sah ich ein Pferd zunächst mit dem nicht passenden eigenen Sattel und dann mit einem anatomisch korrekt angepassten Sattel. Der Unterschied war so gravierend, dass ich diesen Tag in Hannover nie wieder vergessen werde. Er war noch einmal ein Wendepunkt in meinem Reiterleben. Nachdem ich dieses Potenzial für meine Pferde entdeckt hatte, reifte schnell der Wunsch, auch anderen Pferden helfen zu wollen. So entstand: Volker Kollosche Sattelservice!

Ich bilde mich stets weiter fort. Ich nutze vielfältige Seminare jeder Art und hospitiere bei unterschiedlichsten Kollegen aus dem Sattlerhandwerk und bei langjährigen Anpassern. Auch die Anatomieseminare in Leipzig bei Prof. Dr. Mülling besuche ich regelmäßig. Zudem arbeite ich sehr eng mit Kriemhild Morgenroth zusammen. 

Ein sich frei bewegendes Pferd, das gute Leistungen abrufen kann oder aber auch nur freizeitmäßig brav ins Gelände gehen soll, braucht die besten Bedingungen. Ich finde, das hat jedes Pferd verdient.

Ihr Volker Kollosche

Hier noch mein bebilderter kleiner Lebenslauf: 




 

Lang ist´s her: (ganz rechts)
 NUREJEW genannt Nuri - mein erstes Pferd!
Watson - sein Nachfolger mit dem ich an den Ausbilderkursen von Philippe Karl teilgenommen habe:

Bild: Watson geb. 1995 von Weltmeyer im Besitz von Volker Kollosche


Und seit 2016: Funicello genannt Fussel 


 


Ich stehe auf Füchse.... :-) 

Funicello geb. 2008 - von Forsight - For Pleasure - im Besitz von Volker Kollosche

Sonnenweg 6 - 61194 Niddatal
0151-61343845